Zwangsräumung verhindern – aktive Solidarität üben!

von Arslan Yilmaz

Am 14. Februar, wird zum zweiten Mal versucht werden, die Familie Gülbol aus ihrer Wohnung in der Lausitzer Straße 8 in Berlin Kreuzberg zu räumen.  Um zum zweiten Mal diesem Versuch entgegenzutreten, kamen die Protestierenden am 9. Februar zu einer Demo zusammen, um ihren Widerstand zu üben und die Vollzugsbeamten der Stadt Berlin vorzeitig zu warnen. In diesem Sinne versammelten sich mehr als 300 Menschen um 14.00 Uhr bei eisigen Temperaturen am Kottbuser Tor für eine „Warm-Up-Demo“. Auf der Auftaktkundgebung schilderten die Rednerinnen und Redner in mehreren Sprachen (deutsch / arabisch / türkisch), dass der Protest in den letzten Monaten gezeigt habe, dass Erfolge nur gemeinsam erreicht werden können und ohne gemeinsamen und bunten Protest die Mieten – am Beispiel der Lärmdemos – nicht einfach sinken und die geplanten Vertreibungen nicht verhindert werden können. Der Druck müsse ständig aufrecht erhalten werden. Ohne Solidarität unter Nachbarschaften ginge es nicht. Jede und Jeder ist in diesen Tagen gefragt, sich einzubringen. Gemeinsam nur sind wir vielfältig und stark. Solche Fälle wie die Zwangsräumungen könnten in Berlin bald zum Alltag gehören, würde man nicht den Anfängen wehren. Kotti &Co riefen die Mieterinnen und Mieter auch zur Solidarität auf und waren aktiv dabei.

Die Demo begann um 14.45 Uhr und zog durch folgende Straßen: Kott­bus­er Tor – Adal­bert­str. – Ora­ni­en­str. – Wie­ner­ Str. – Lie­gnit­zer­ Str. – Rei­chen­ber­ger Str. – Ohlau­er Str. und wieder über die Wie­ner­ Str. zur Lau­sit­zer Str. 8.

Vor der von den  Flüchtlingen des „Refuge Camps“ zur Zeit besetzten “Gerhard-Hauptmann-Schule“ an der Reichenberger Straße  hielten sie eine Zwischenkundgebung ab und nahmen dutzende Flüchtlinge in ihren Reihen auf.

Auf der Abschlusskundgebung dankten die Initiatoren der Demo den Teilnehmern für die zahlreiche Beteiligung und luden sie zur Blockade gegen die Räumung am kommenden Donnerstag, 14.Februar, ein. Die Demo ging gegen 16.30 Uhr zu Ende.

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